Tag 9: Aglou Plage – Camp Beduine (Laayoune)

Heute ging es quasi an der Westküste Marokkos entlang, Ziel das Camp Beduine in der Nähe von Laayoune, ca. 530 km Strecke.

Nach dem Frühstück führte uns der Weg zunächst zum Legzira Beach. Auch wein mittlerweile eine Steinbrücke eingestürzt ist, ist es immer wieder beeindruckend zu sehen, wie dich Wasser seinen Weg bahnen kann.

Nach diesem Strandspatziergang ging es dann auf vier Rädern weiter Richtung Süden. Durch Sidi Ifni, Guelmin und Tan Tan führte uns der Weg auf endlosen langen Geraden mit einigen Polizeistopps. Nächster Besichtigungspunkt war ein unterirdisch ausgespülter Strandbereich, die „Grotte d’Akhfennir“.

Echt beeindruckt, wie das Wasser arbeitet.

Die letzten 120 km bis zum Camp liefen dann fast reibungslos… Von der Straße bis zum Camp sind ca. 4 km Offroad zu bewältigen. Sand, Schotter, Steine, Waschbrettpiste… Das linke Vorderrad von Adis Mazda hatte wohl darauf keine Lust und ließ sich von einem Stein aufschlitzen… Keine 10 Minuten später war das Rad gewechselt und wir konnten die letzten 2 km ohne Probleme bewältigen.

Zum Abendbrot gibt es heute Kamelsteak bei Luc. Morgen geht’s dann weiter nach Dakhla in der Nähe der mauretanischen Grenze.


Tag 8: Marrakesch – Tiz’n’Test – Tafraoute – Aglou Plage

Bei ca. 4 °C Außentemperatur und nach einer kalten Nacht, weckte uns der Wecker gegen 7 Uhr. Kurzerhand beschlossen wir direkt, nach einem Guten-Morgen-Kaffee, ohne Frühstück loszufahren. Schließlich hatten wir heute viel vor…

Erstes Ziel aus Marrakesch rauskommen. Im angehenden Berufsverkehr, keine einfache Angelegenheit, die wir aber mit bravour meisterten.

Das nächste Ziel den Atlas bezwingen. Dabei galt es den Tiz’n’Test, einen 2100 Meter hohen Berg, über endlose Passstraßen und Serpentinen zu erreichen. Nach ca. 4 Stunden Fahrt waren wir oben angekommen. Heute war wunderbar sonniges Wetter und keine Wolke zu sehen, aber sehr kalt.

Danach führte der Weg nach Tafraoute. In diesem Städtchen hat sich mal irgend jemand ausgetobt und Felsbrocken im Gebirge mit blauer Farbe angestrichen. Auf dem Weg zu den „Blauen Steinen“ konnte weitere Offroad-Erfahrung gesammelt werden, da bis dorthin noch ca. 4 km Sandpiste bewältigt werden mussten. Alle haben es ohne Einsanden und Unterboden aufschlagen geschafft.

Danach waren noch weitere 120 km mit weiteren Serpentinen bis zum Atlantik zu bezwingen. Im Dunklen gegen kurz vor 9 erreichten, wir den Campingplatz in Aglou Plage. Morgen geht’s weiter Richtung Süden nach Laayoune.

PS: Mensch und Maschine geht’s allen gut!

PPS: Ana ist mittlerweile wieder in Barcelona zurück. Einreise nach Marokko wurde ihr verwährt. Jetzt besteht eine Möglichkeit, dass Sie nach Mauretanien kommt… Hoffen wir das Beste!

Tag 7: Cascades d’Ouzud – Marrakesch

Heute wurden wir mit einen sanften Trommeln auf unsere Autodächer geweckt, es regnete!

Da wir draußen uns nicht selbst versorgen und frühstücken konnten, gab es ein Frühstück vom Campingplatz im Warmen und Trocknem.

Danach ging es erstmal zu den Wasserfällen. Durch den Regen waren zwar ein paar Wege, wegen Überflutung, gesperrt, aber von oben war das Ganze auch beeindruckend!

Über eine Hochebene führte uns der Weg nach Marrakesch. 150 km waren heute nur zu bewältigen, theoretisch ca. 2,5 h Fahrtzeit… Nach verschiedenen kleinen Stopps entdeckten wir einen schönen Fotoplatz.

Beim Ein- und Umparken gab es ein schrilles Quietschgeräusch an der Hinterachse beim Transporter. Da Alex solche Sachen nicht auf sich beruhen lassen will, wurde kurzerhand zunächst das linke Rad fast abgeschraubt. Fast, da sich rausstellte, dass das Quietschgeräusch nicht von links kam, sondern von rechts. Also rechtes Rad runter und nachschauen. Der Übeltäter war auch schnell gefunden, ein riesengroßer Felsbrocken hatte sich zwischen Bremsscheibe und Schmutzblech verkeilt.

Nach der kleinen Reparatur konnten wir die Fahrt zügig fortsetzen und erreichten am frühen Nachmittag Marrakesch. Abends stand dann der obligatorische Stadtbesuch mit den Souks und dem „Platz der Gehängten“ und dem Abendessen auf diesem an. Durch Zufall fanden wir auch den Essensstand von vor zwei Jahren wieder…

Leider gibt es keine guten Nachrichten von unserer siebten Mitfahrerin und Beifahrerin von Robert. Ana ist eine Kollegin und Freundin von Robert und kommt aus Venezuela. Ana wollte heute zu uns stoßen und kam aus San Francisco über Barcelona mit dem Flieger nach Marrakesch. Leider wurde ihr die Einreise nach Marokko erst am Zielflughafen verweigert! Die Visabestimmungen für Venezuelaner in Marokko haben sich seit kurzem geändert! Sie braucht ein Visum für die Einreise und das gibt es nicht am Flughafen. Nun sitzt sie im Transitbereich des Flughafens in Marrakesch und muss auf ihren Rückflug nach Barcelona warten. Wir hoffen jetzt, dass sie über die Kanaren nach Mauretanien kommen kann und will und sie an der Grenze von Marokko zu Mauretanien zu uns stoßen kann!

Tag 6: Chefchaouen – Cascades d’Ouzoud

Nicht ganz so früh am Morgen ging es für uns Richtung Atlasgebirge. Von Chefchaouen fuhren wir erstmal ca. 150 km Landstraße durch’s Rifgebirge. Dafür brauchten wir ca. 3 Stunden ohne große Pausen. Dann ca. 120 km Autobahn für die wir dann nur noch 1,5 Stunden brauchten. Der Rest war dann wieder Landstraße. Auf und neben der Straße gibt es alles mögliche zu sehen, Eselskarren, Mopeds, Ziegen, Schafe, Menschen und Hunde. In der Abenddämmerung erreichten wir die ersten Ausläufer des Atlasgebirges. Nach ca. 40 km enge Straßen und schöner Serpentinen erreichten wir unseren Zielort, einen Campingplatz, bei den Wasserfällen von Ouzoud. Mensch und Maschine sind wohl auf und haben die Serpentinen bis auf ca. 1000 Meter Höhe gut überstanden.

Tag 4: Valencia – San Roque

Heute mussten ca. 800 km bewältigt werden und die letzte Möglichkeit europäisch einkaufen zu können genutzt werden… Letzte Möglichkeit Bier und Schweinefleisch vor Afrika kaufen zu können.

Nach einem schönen Frühstück machten wir uns nun zu Sechst auf den Weg. Ohne Probleme bewältigten wir die Sierra Nevada in Andalusien. Nach einem kurzen Abstecher bei Grenada in ein kleines Städtchen auf der Suche nach einem Supermarkt, der sich als 20 qm Laden herausstellte und geschlossen hatte, wurden wir in Malaga fündig und konnten die Vorräte auffüllen.

Am Abend erreichten wir dann schließlich den Campingplatz in San Roque. Zum Abendessen wurde gegrillt! Seeehr lecker! Morgen ist 7 Uhr Abfahrt in den Hafen.

Tag 3: Nîmes – Valencia

Direkt nach dem Aufstehen und einem Aufstehkaffee ging es schon los. Vor uns lagen ca. 830 km. Ziel war ein Campingplatz an der Küste kurz nach Valencia. Nach ein paar Kilometern ging es erstmal auf einen Rastplatz um dort ausgiebig zu frühstücken. Mit Toastbrot, Eiern, Wurst und Kaffee.

Danach ging es weiter, immer auf der Autobahn, Richtung Süden. Kurz vor der spanischen Grenze wurden wir, auf Grund einer Vollsperrung, von der Autobahn auf die Landstraße geleitet. Vor der nächsten Auffahrt entwickelte sich ein Stau. Im Kreisverkehr verloren wir Frank und Tobi. Da wir drei auch nicht wieder zurück konnten bzw. keine Stelle zum Warten fanden, entschieden wir uns bis zur nächsten möglichen Auffahrt getrennt zu fahren. Während sich Tobi und Frank langsam durch den Stau quälten, versuchten Adi, Alex und Maik den Stau zu umfahren. Dank Google Maps, landeten wir im Gebirge mit engen Passstraßen und Serpentinen. Für Alex mit seinem Transporter war das schon eine kleine Herausforderung… Am Ende des einen Weges ging es allerdings für uns nicht weiter, Sackgasse. Also umdrehen und neuen Weg suchen. Dieser Weg wurde dann aber zu einem Waldweg und wir durften die ersten Kilometer offroad erleben. Am Ende des Weges landeten wir auf einem Aussichtsplatz und hatten wieder Asphalt unter den Rädern und waren auf spanischem Boden. Nach einer weiteren geschlossen Auffahrt und einigen Kilometern gelang es uns nun doch endlich wieder auf die Autobahn fahren zu können. Ungefähr 3 Stunden hat uns diese Aktion gekostet… Am nächsten Rastplatz warteten wir auf Frank und Tobi. Nach ca. 20 Minuten kamen dann auch die beiden an. Währenddessen half Alex kurz einem schweizer Wohnmobilfahrer mit einer provisorischen Sicherung aus, aber wie es aussah, gab es da größere Probleme…

Nach einem Kaffee und einem kleinem Imbiss ging es weiter Richtung Valencia. Gegen 21.30 Uhr erreichten wir dann unser Ziel, ein schöner Campingplatz kurz hinter Valencia.

Robert kam ca. 45 Minuten nach uns auf dem Campingplatz an. Seine Route führte von Monaco über Andorra nach Valencia, ca. 1100 km, allerdings ohne Stau, aber mit einem kleinen technischen Problem. Eine Dichtung am Ladeluftschlauch hatte sich verabschiedet… Schließlich hatte er in der vierten Werkstatt Erfolg und ihm konnte mit Überredungskünsten geholfen werden.

Tag 5: San Roque – Tanger – Chefchaouen

Noch ganz schnell ein paar Zeilen bevor wir in Afrika sind. Uns geht’s gut und den Rallyeboliden ebenso. Alle haben die Kilometer zuverlässig runtergespult. Jetzt sind wir bereits auf der Fähre und gleich geht’s los. Bis bald und viele Grüße nach Hause von uns allen!

PS: Weitere Berichte folgen!

Update: Einreise Marokko und nächstes Ziel

Pünktlich um 10.30 Uhr, erstaunlicherweise, legte die Fähre Richtung Tanger/Marokko ab. 14 Uhr waren wir bereits in Marokko eingereist und alle Formalitäten erledigt. Gemeinsam mit den Kös, insgesamt 12 Fahrzeuge!, machten wir uns auf nach Chefchaouen, der „Blauen Stadt“, ca. 130 km. Nach den ersten Kilometern gab es bei einem der Fahrzeuge der Kös ein kleines Problemchen. Die Abgasrückführung war gebrochen und hatte die Hülse des Ölmessstabes vergogelt. Mit einer provisorischen Reparatur ging es bach ca. 1 Stunde weiter. Im Dunklen erreichten wir den Campingplatz in Chefchaouen. Nach dem Abendbrot ging es dann noch kurz in die Altstadt von Chefchaouen. Tatsächlich sind die Häuser dort alle blau angestrichen. Daher der Name „blaue Stadt“.

Tag 2: Niederhorbach – Nîmes

Nachdem wir am gestrigen Abend Bier getrunken und beim Winzer geschlafen haben, konnte es nach einem ausgiebigen Frühstück los gehen. Ziel für uns (außer Robert, dazu später mehr) heute: Nîmes. Die Strecke führte heute direkt nach Frankreich, vorbei an Straßburg und Mulhouse nach Nîmes. Die Auto spulten zuverlässig die ca. 850 km runter und so trafen wir am Abend auf dem F1-Hotel-Parkplatz, nach Roadbook, ein. Nach einem nicht so schönen Abendessen im Grill-Restaurant in der Nähe gab es noch ein Bierchen… Bis Falk, einer von den Rallye-Orgs, um die Ecke kam. Er hatte den Auspuff von seinem Sprinter verloren. Da wir gut ausgerüstet sind und improvisieren können, konnte mit einem Stückchen Rohr, etwas Draht, Spanngurt und Auspuffbandage geholfen werden. Ob es hält erfahren wir in San Roque…

Während wir nur durch Frankreich gefahren sind, wählte Robert einen anderen Weg. Sein Ziel Monaco. Durch Deutschland, die Schweiz, Lichtenstein, Italien, Frankreich führte seine Route und schließlich erreichte er Monaco am späten Abend nach ca. 960 km. Damit konnte er viele Länderpunkte sammeln.

Tag 1: Hohnstein – Niederhorbach bzw. Königsbrunn – Niederhorbach

Wie ihr seht führen verschiedene Wege nach Niederhorbach…
In Königsbrunn gab es eine Ansprache und Glückwünsche vom Bürgermeister, sowie Schweinebraten im Brötchen und Bier. Gegen halb eins setzte sich der Rallyetross bestehend aus den Kös und uns, geführt von der Polizei in Bewegung. Die Autos rollten und so kamen wir am späten Nachmittag in Niederhorbach an. Niederhorbach ist das Heimatdorf von Heinz, der Chef der DBO. Etwas später dann kamen unsre drei Teamkollegen aus Hohnstein ebenfalls an. Auch diese drei Auto liefen! Mit Saumagen und Bratwurst wurde zünftig gegessen und das ein oder andere Bier oder Weingläßchen getrunken. Morgen gehts dann nach Frankreich.

23. Tag – Gambia, Versteigerung

Heute ist Tag der Versteigerung, der Höhepunkt der Rallye. Deswegen sind wir ca. 7500 km quer durch Europa und Westafrika gefahren. Gegen halb zehn rollen wir im Konvoi auf das Stadiongelände, die ersten Kaufinteressenten warten schon. Ca. 1,5 Stunden können die Kaufwilligen die Rallyeboliden beschnuppern, anschauen und Fragen stellen. Mittlerweile sind viele Leute eingetroffen, die entweder nur schauen wollen oder tatsächlich ein Fahrzeug erwerben wollen. Darunter beispielsweise Einheimische, Libyer, aber auch Europäer. Dann geht es mit dem Fiat Cinquecento, ein Kleinstwagen, von den Westafrikanischen Pistenwiesel los. Die Spannung steigt… Die Rallyeteilnehmer fiebern mit, wieviel wird mein Fahrzeug bringen. Der Auktionator gibt wieder sein Bestes um den Preis nach oben zu treiben. Ein Fahrzeug nach dem anderen wird in die „Verkaufsarena“ gefahren. Die erzielten Preise sind sehr verschieden, bis jetzt liegen sie zwischen 45.000 und 120.000 Dalasi, also umgerechnet zwischen 800 und 2.100 Euro. Gegen Mittag ist unser Chrysler als erstes von unserem Team dran. Der Auktionator bemüht sich, aber leider scheint es nicht soviele Kaufinteressenten für das schöne Auto zu geben… Am Ende geht der Chrysler für 52.000 Dalasi, knapp 950 Euro, weg. Nicht viel, aber okay. Eine Gambianerin freut sich über ihren neuen fahrbaren Untersatz! Ein paar Fahrzeuge später ist Alex mit seinem Mondi dran. Da gibt es schon mehr Kaufwillige und das Auto geht für 124.000 Dalasi (ca. 2.200 Euro) weg. Kurze Zeit später ist Frank mit seinem 3er BMW dran. Hier battlen sich zwei, drei Interessenten und so schießt der Verkaufspreis auf 148.000 Dalasi (knapp 2.700 Euro) hoch. Mit dem Gesamtergebnis unseres Teams können wir ganz zufrieden sein, fast 6.000 Euro gehen von uns an die DBO. Gegen drei Uhr wird dann das letzte Fahrzeug, der Vario von den Kö’s, versteigert. Dieser geht übrigens für 240.000 Dalasi (ca. 4.300 Euro) weg. Die komplette Rallye knackt den bisherigen Novemberrekord und kommt auf 4.153.000 Dalasi, also ca. 74.000 Euro! Das ist ein super Ergebnis für die 35 versteigerten Fahrzeuge. Neu bei der Versteigerung ist, das neben einer 25 Prozent Anzahlung der Käufer, auch sofort der Einfuhrzoll bezahlt werden kann, da der Zoll neben der DBO bei der Versteigerung sitzt. Das bedeutet aber auch, das die erworbenen Fahrzeuge sofort mitgenommen werden können. Und so trifft es Alex und Frank, noch vorm Stadion müssen sie sich von ihren treuen Weggefährten verabschieden. Mir geht es auch nicht viel besser, den auch ich muss mich am Abend von meinem Chrysler verabschieden. Ein wenig ist er auch mir ans Herz gewachsen, aber nun bekommt er ein zweites Leben in Gambia!

Mehr Bilder werden noch nnachgeliefert, das WLAN ist hier zu schlecht.