Tag 13 bis 15: Wüste, Wüste, Wüste

Zunächst mussten nochmal knapp 150 km Landstraße bewältigt werden bevor es dann endgültig in die Wüste ging. Nach der Mittagspause war es dann soweit.Endlose Weiten, Sand, Dünen und erstaunlich viel Grün begleiteten uns die nächsten Stunden. Gegen Nachmittag erreichten wir eine kleine Hügel- und Dünenkette die wir überqueren mussten. Und auch dieses Mal, wie die letzten Male auch, kamen nicht alle Rallyteilnehmer unbeschadet davon. Einen Kühler eines VW Buses hatte es erwischt. Nach kurzer Schadensanalyse wurde beschlossen hinter der nächsten Düne das Nachtlager aufzuschlagen. Alex, Thomas (Team Kö) und Mario (Team „Die rechte und die linke Hand des Teufels“) machten sich ran um das Kühlerproblem zu lösen. Wie sich rausstellte, war ein Kühlwasserschlauch hinter dem Motor undicht. Zufälligerweise wurde ein passender Ersatz gefunden und das Problem behoben werden. Bei Roberts Golf war nach einer größeren Bodenwelle eine Dachreeling gebrochen. Mit einen Stück Holz und ausreichend Rohrschellen konnte das Ganze wieder fixiert werden. Währenddessen verlegte ich ein zweites Kabel zum Lüftermotor, da das eine Kabel im Betrieb sehr heiß geworden war. Mit dem zweiten Kabel sollte dieses thermische Problem gelöst sein. Zum Abendbrot gab es dann frisch gegrillte Bratwürste und Jagdwurstscheiben.Am nächsten Morgen ging es dann weiter, Ziel unbekannt, die Devise lautet, möglichst unbeschadet durch die Wüste zu kommen und fahren bis die Dämmerung einsetzt. Leider musste nach nur zwei Kilometern bereits das erste Mal gestoppt werden. Ein VW Sharan war über einen Stein gerumpelt und hatte sich seinen Unterfahrschutz ein Stück weit abgerissen. Wie sich rausstellte war das keiner aus Stahlblech sondern noch der originale aus Kunststoff. Mit zwei, drei Kabelbindern konnte dieser dann wieder fixiert werden und weiter konnte es gehen. Nach nicht allzu langer Zeit musste der nächste Stopp eingelegt werden. Der Fiat Ducato von Hans-Jörg war hart aufgesessen und hatte sich den Unterfahrschutz verformt und in Folge dessen an der Ölwanne einen Schaden hinterlassen. Sofort machten sich unsere drei Schrauber vom Dienst, Alex, Thomas und Mario, ans Werk… Der Unterfahrschutz war schnell abgebaut und der Schaden gefunden. Der Öldrucksensor an der Ölwanne war rausgerissen. Mit neuem Dichtring und Franks Spezialkleber konnte der Öldrucksensor wieder eingeschraubt und eingeklebt werden. Erstes Problem gelöst! Währenddessen wurde durch Torsten ein Opel Astra angeschleppt, Kühlerschaden. Nach Aussagen von ihm, ist der Astra durch eine Bodenwelle etwas abgehoben und mit der Schnauze in die nächste Bodenwelle gespickt… Und so tat sich die nächste Baustelle auf. Wie sich rausstellte, waren mehrere Schlauchanschlüsse am Kühler abgerissen bzw. gebrochen. Da hilft nur ein neuer Kühler. Zufälligerweise hatte Alex seinen alten Kühler von seinem Bus mit dabei. Nach ein wenig Modifikationsarbeit war der neue und etwas zu große Kühler montiert und es konnte nach ein paar Stunden weiter gehen. Während der Reparaturarbeiten war es ein paar Teams etwas langweilig und sie mussten eine Düne hochfahren. Wer am weitesten kommt? Bei einem Versuch eine etwas flachere Düne zu nehmen, schlug ein Opel Frontera mit voller Geschwindigkeit in eine Bodenwelle. Ergebnis der Aktion, der Fahrzeuginhalt war neu gemischt, der Dachgepäckträger verrutscht und die Vorderachse nach hinten verschoben. Zum Glück konnte die Fahrt aber in diesem Zustand fortgesetzt werden.Nach den ganzen Reparaturmaßnahmen konnte die Fahrt fortgesetzt werden. Weiter gings durch die endlose Weite, durch Sanddünen, natürlich auch mit Einsandungen verschiedener Fahrzeuge. Mit viel Menschenkraft und dem richtigen Reifendruck konnten alle aus dem weichen Sand befreit werden. Dann standen wir am späten Nachmittag an den so genannten „Drei Dünen“, eine Dünenkette über mehrere Kilometer mit einzelnen Sammelpunkten mit festem Untergrund. Ursprünglich wollten wir alle drei Dünen überqueren und dann unser Nachtlager aufschlagen… Eigentlich! In der zweiten Düne erwischte es erneut den VW Sharan, der vom Vormittag. In einer der vielen Bodenwellen schlug er wohl ebenfalls mächtig in Boden und verschob ein wenig den Kühler seines Fahrzeuges. Ein abbrechendes Teil des Lüfters schlug dann quasi von hinten in den Kühler und verursachte so ein Loch im selbigen. Das bedeutete Nachtlager aufschlagen und versuchen den Kühler zu reparieren. Das vorhin genannte Trio machte sich sofort ans Werk. Nachdem die komplette Front abmontiert war, konnte auch der Kühler demontiert werden. Danach wurde das Loch mit ausreichend Flüssigmetall und 2-Komponenten-Kleber versorgt und nach etwas Aushärtezeit wieder eingebaut. Tief in der Nacht konnte dann eine Probefahrt durchgeführt werden. Alles in Ordnung und funktionsfähig.AAm nächsten Morgen galt es die letzte der „Drei Dünen“ zu bewältigen, die Muscheldüne und schließlich am Strand anzukommen. Die letzten zwei Hindernisse konnten ohne große Probleme bewältigt werden, sodass wir pünktlich am Strand ankamen. Nach kurzer Überprüfung durch die Wüstenguides und die Orgs war klar, wir können an den Strand. Nachdem ein Zugang zum Strand gefunden war, ging es auch hier recht problemfrei über Düne zum Strand. Nach knapp 20 km Fahrt über den Strand, immer auf einem schmalen Streifen zwischen weichen Sand und Meerwasser, hieß es es, gezieltes Einsanden auf der Düne. Weit und hoch genug weg von der kommenden Flut. Danach war Freizeit, Baden, Sonnen, Schlafen oder was auch immer…

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