13. Tag – „Versteckte Düne“ – Wüstencamp 1

Gegen 10 Uhr ging es nach kurzem Briefing der Orgs zunächst auf die Straße, nach ca. 150 km bogen wir dann rechts in die Wüste ab. Endlich Offroad. Erstmal Mittagspause und dann gings los. Unendliche Weite und viel Sand. Das Führungsfahrzeug mit dem Wüstenguide vorne weg, die anderen hinterher. Kilometer um Kilometer im zügigen Tempo. Dann die ersten Einsandungen, gleich zwei der Kleinlaster (Pritschen) hatte es erwischt. Schieben, Ziehen und nach einer Weile hatte der Sand sie wieder frei gegeben und es konnte weiter gehen. Gegen Nachmittag erreichten wir eine Engstelle an der die Rallyeboliden einzeln durch mussten. Leider waren die Abstände zwischen den Fahrzeugen zu gering, sodass es zu weiteren Einsandungen kam. Erschwerend hinzu kam der felsige Untergrund mit vielen, teils größeren, Steinen. Als sich alle durch diese Passage gemogelt hatten, gab es eine erste Bestandsaufnahme… Ein Tank gerissen, ein Schlauch von der Servopumpe gerissen, eine Benzinleitung abgerissen und ein Kühler aufgerissen. Bei unseren drei Boliden alles bestens! Das bedeutete Nachtlager aufschlagen und die defekten Wagen reparieren. Die Servopumpe war schnell repariert. Aus dem Tank musste erstmal der Sprit abgelassen werden bevor er geklebt werden konnte. Da wir gut ausgestattet sind und Alex eine Benzinpumpe dabei hat, war der Sprit schnell raus. Dann konnte er mit Franks Zauberkleber geklebt werden. Am nächsten morgen war er wieder dicht. Unsere Werkstattausrüstung wurde schon bis hierher mehrfach benötigt und wurde auch von den Orgs immer mal wieder benutzt. Bei den anderen beiden Autos dauerte es etwas länger. Nach dem Abendbrot gab es noch ein, zwei Bierchen bevor es zur Nachtruhe ging.

PS: Bilder folgen bei besserem Netz!

12. Tag – Dakhla – „Versteckte Düne“

Der Tag begann um 6 Uhr morgens! Frühstücken, Sachen packen und los. Schließlich sollten wir gegen 12 Uhr im 280 km entfernten Rastplatz, kurz vor der marrokanischen Grenze sein. Auf marrokanischen Straßen braucht man etwas länger…! Kurz vor dem Rastplatz gibt es noch zwei Tankstellen, dort hätten wir unsere Rallyeboliden nochmal volltanken können… Hätten! Leider gab es nur noch Diesel, Benzin war alle. Naja, schaun mer Mal. An der Grenze gibts auch noch eine Tankstelle, vielleicht hat diese Benzin und vielleicht ist noch Zeit zum Tanken… Dann warten auf dem Rastplatz. Die Pritsche von den Kö’s hatte am hinteren Zwillingsreifen Luft verloren. Das wurde Dank der marrokanischen Schrauber schnell erledigt. Gegen 13.30 Uhr rollten wir dann schließlich im Konvoi noch die restlichen 70 km zur Grenze. Die Orgs hatten einsehen mit den anwesenden Benzinern, sodass alle nochmal an der letzten Tankmöglichkeit für die nächsten ca. 400 km, tanken konnten. Ja, es gab, „Gott sei Dank“, Benzin. Dann marrokanische Grenze. Warten. Papiere ausfüllen. Stempeln lassen. Ging trotzdem relativ schnell. Dann ein paar Kilometer durchs Niemandsland bevor man die mauretanische Grenze erreicht. Zunächst noch ein paar Meter Asphalt, dann nichts mehr. Erste Offroad-Erfahrungen sammeln… Für den BMW von Frank war es etwas zuviel, als er die mauretanische Grenze erreichte, tropfte es kurz vorm hinteren Rad. Bremsflüssigkeit. Während die ersten sich anstellten um sich ihr Visum ausstellen zu lassen, wurde der BMW kurzerhand „repariert“. Repariert heißt in dem Fall, Bremsleitung kappen und verschliessen. Bremse an der Vorderachse reicht! Nach dem Visum ausstellen, ab zur nächsten Station, Auto registrieren lassen. Gegen 21 Uhr waren alle in Mauretanien eingereist und wir konnten zur versteckten Düne fahren. Nach den ersten vier Einsandungen wurde die Fahrt zur Düne abgebrochen und wir mussten kurz neben der Straße nächtigen. Unter den wachsamen Augen der ab jetzt uns begleitenden Soldaten, konnten wir die Nacht gut verbringen.

PS: Bilder folgen bei besserem Netz!

11. Tag – Ruhetag in Dakhla

Oder Vorbereitungen für die Wüste. Vorbereitungen für die Wüste bedeutet unter anderem, Nahrungsmittel einkaufen, Wasser kaufen, Autos wüstentauglich machen bzw. wieder in Ordnung bringen, falls nicht schon geschehen. Für uns bedeutete das heute, dass wir nach dem Briefing der Orgs, uns auf machten Dakhla zu erkunden und das wesentlichste einzukaufen. Als erstes Tankstelle, Tank auffüllen, Reservekanister voll machen. 2. Station Nahrungsmittel und Wasser. Insgesamt haben wir jetzt ca. 100 Liter Trinkwasser und 30 Liter Brauchwasser dabei. Nach einem kleinen Rundgang über den Markt und durch die Stadt, hieß es dann zurück auf den Campingplatz und Autos fertig machen.

Als erstes mussten natürlich die insgesamt 100 Liter Wasser in den jeweiligen Fahrzeugen verstaut werden. Beim Chrysler kam noch dazu, das die ca. 60 Liter Reservesprit, nicht wie ursprünglich gedacht auf dem Dach platznehmen können, sondern in das Innere verschwinden mussten. 60 kg sind für den, nicht mehr ganz frischen, Gepäckträger dann doch zuviel gewesen. Dann ging es weiter, kurzerhand wurde beim Chrysler noch die Nebelschlussleuchte und das Rückfahrlicht, sowie der Endschalldämpfer entfernt. Das Ganze geschah mit tatkräftiger Unterstützung von Thomas (Team Dealer, Kö’s). Danke nochmal dafür! Sicher ist sicher, denn bei einem größerem Loch oder einer Bodenwelle wäre eines sicherlich abhanden gekommen. Und nun klingt er auch noch besser…

Auch Frank und Alex kümmerten sich natürlich um ihre Rallyeboliden. Neben Flüssigkeiten auffüllen, wurden noch die „Spritzlappen“ vor den Vorderrädern entfernt. Angeblich gab es damit schon größere Komplikationen in der Wüste.

Nach einem schönen, selbstgemachten und mit frischen Zutaten vom Markt zubereiteten, abendlichen Essen, sind wir nun für die Reise durch die Wüste gewappnet.

Morgen geht es erstmal über die Grenze nach Mauretanien und dann in die versteckte Düne. Danach sind wir mindestens vier Tage in der Wüste unterwegs. Das bedeutet, dass wir die nächsten Tage Offline sind und keine Neuigkeiten posten können, leider. Aber schaut ab und zu auf die offizielle Rallyehomepage (www.rallye-dresden-dakar-banjul.com). Vielleicht können die schon eher etwas schreiben als wir. Ab Mauretanien sind wir auf W-Lan angewiesen. Also dann, bis bald, wir melden uns wieder! Und keine Narichten, sind gute Nachrichten!

10. Tag – Von Laayoune nach Dakhla

Oder vom nirgendwo ins nirgendwo.

Im Beduinencamp gab es am Morgen erstmal ein schönes Frühstück mit Rührerei und frischem Brot und frischgepressten Orangensaft.

Als erstes mussten erstmal ca. 3,5 km Offroad vom Campingplatz zur Straße überwunden werden. Kein Problem. Dann rauf auf die Straße und los. Zunächst kamen ab und an noch ein paar Städte, später endlose Straßen. Links Wüste, rechts ab und an die Küste. Sonst nichts, außer ein paar Kamele (vielleicht sind es auch Dromedare, so genau weiß man das nicht…) und viele, viele Polizeistationen, die immer wieder nach Fischen fragen… (eigentlich Fishe, das ist ein Zettel auf den unsere Daten stehen, wir nennen das Teamauskünfte, aber naja).

Zwischendurch mal Tanken, insgesamt waren es zwar nur 580 km, aber meist ist die nächste Tankstelle mehr als 100 km entfernt. Sicher ist sicher!

Neu ist allerdings, dass von den 580 km gefühlt 400 km Baustelle sind. Und Baustelle hier heißt, drei Schildchen und ab auf den Acker neben die Straße, Schotterpiste oder so etwas ähnliches… Und das viele, viele Kilometer.

Nach ca. 8 Stunden Fahrt haben wir dann unser Ziel erreicht, Dakhla. Und leckeres Abendbrot aus der Voyager-Küche gab es dann auch noch. Morgen werden die Rallyeboliden für die Wüste präpariert und die Nahrungsvorräte aufgefüllt.

PS: Der Kühler vom Chrysler hält. Weiter so! Und den beiden anderen geht es auch gut. Keine Probleme!

9. Tag – Aglou Plage nach Laayoune

Eigentlich sind wir heute Morgen schon etwas eher aufgestanden, um auch eher losfahren zu können, um dann auch eventuell in der Dämmerung im Beduinencamp anzukommen. Naja, losgekommen sind wir dann halb zehn. Frühstücken, Zähneputzen, Autos kontrollieren usw. Die Klebung am Kühler sah übrigens gut aus. Also ab auf die Straße. Erstes Ziel des heutigen Tages waren die Steinbrücken von Legzira. Die Steinbrücken sind eigentlich weit ins Meer reichende Landzungen die vom Wasser unterspült wurden. Vor 4 Jahren gab es auch noch zwei von diesen, heute stand nur noch eine… Das Wasser holt sich das Land zurück.

Warum so eine Landmasse einbrechen kann, sieht man auf den nächsten Fotos.

Dann führte uns der Weg nach Guelmin und Tan Tan. Der Chrysler lief übrigens!

Kurz vor Tarfaya machten wir noch eine Kaffeepause auf der Steilküste, bevor wir uns auf die letzten Kilometer nach Laayoune machten.

Im Beduinencamp angekommen gab es dann die lang ersehnte Kamel-Tagine. Sehr lecker! Morgen geht’s nach Dhakla bevor es dann, nach einem Ruhetag, schon in die Wüste geht.

8. Tag – Der Weg führt über den Atlas

Heute Morgen sollte es gegen halb zehn losgehen. Viele der Teams waren schon unterwegs, da diese über den 2000 Meter Pass fahren wollten und dazu eine größere Strecke nach Aglou Plage auf sich nehmen mussten. Wir entschieden uns für das sogenannte Paradies Valley. Dazu mussten wir nicht ganz so hoch und das Tal ist wirklich paradiesisch. Zunächst ging es auf der Autobahn Richtung Süden. Dann irgendwann runter und eine kleine Straße schlängelte sich den Berg hinauf. Schöne Kurven und Serpentinen, eine unglaubliche Landschaft.

Noch ein paar Höhenmeter bis zu einem Hochplateau und dann ist es passiert… Was mit ein paar Tropfen auf der Windschutzscheibe begann, endete in einem auslaufenden Kühler. Beim Chrysler lief das Kühlwasser aus. Gott sei Dank waren Falk und das Serviceteam, bestehend aus Falko und Sören mit dabei.

Das Loch wahr schnell identifiziert bzw. die Löcher. Aber was nun? Mit irgendwas zu schmieren, mit der Hoffnung, dass es vielleicht funktioniert, schließlich lagen noch ca. 200 km vor uns und das Paradies Valley wartet auch noch. Dank unser gut ausgestatteten eigenen Werkstatt konnte mir geholfen werden. Frank hatte einen super Spezial-Zauberkleber dabei. Das Zeug musste also drauf geschmiert werden und dann warten, bis es aushärtet.

Nach dem es etwas angezogen hatte, gab es noch eine zweite Schicht oben drauf.

Damit die Wartezeit etwas vergeht, wurde ich kurzerhand vom Serviceteam abgeschleppt. Da der Chrysler keine Abschleppöse besitzt, musste ein Seil um die Stoßstange gelegt werden. Übrigens mit einem Seil abgeschleppt zu werden, ohne Bremskraftverstärker und ohne Servolenkung, bedeutet Schwerstarbeit. Nach gut 10 km haben wir wieder angehalten, weil der „kleine“ Mercedes ML etwas mit dem „großem“ Chrysler im bergischem Gelände überfordert war. Der Kleber war aber mittlerweile fast fest geworden. Also Kühlwasser rein, Fenster runter und Heizung an und abwarten, ob was passiert… Und es passierte nichts… Nach ca. 50 km waren wir im Paradies Valley angekommen und der Chrysler lief wieder. Nochmal nachschauen, ob es irgendwo tropft und dann kann es weiter gehen. Da nichts tropfte konnten wir uns auf die restlichen 120 km bis zum Campingplatz begeben. Aus dem Atlas kommend fuhren wir direkt auf Agadir zu, Richtung Küste um dann nach links, weiter nach Süden zu fahren.

Bis zum Campingplatz hat der Kühler erstmal gehalten. Drücken wir die Daumen, dass er morgen auch auf den 550 km nach Laayoune hält.

7. Tag – Ruhetag in Marrakesch

Heute war Ruhetag! Ruhetag bedeutet, die Autos bleiben stehen. Das bedeutet auch ausschlafen und nur das Nötigste machen. Für den einen mehr, für den anderen weniger. Nach einem schönen Frühstück mit getoasteten Brot und Frühstücksei, machte sich Alex auf sein Koppelstangenproblem zu lösen…

Also Auto aufbocken, Rad ab und gucken…

Nach dem Ausbau besagter Koppelstange stellte sich raus, das der Bolzen wohl etwas Spiel gehabt haben muss. Den das Gewinde sah etwas mitgenommen aus. Die Kugelgelenke waren noch top, also wieder eingebaut, mit etwas Teflonband und U-Scheibe fixiert und fertig. Jetzt klappert nichts mehr.

Bei Frank und mir standen nur die üblichen Flüssigkeitschecks an, bißchen Öl nachfüllen usw.

Danach war Entspannung angesagt und die marokkanische Sonne genießen!

Am späten Nachmittag sind wir dann mit einem Shuttle nach Marrakesch reingefahren und haben uns in die Souks am „Platz der Gehängten“ begeben. Ein Trubel, ein Geschreie und überall riecht es anders. Zu guterletzt haben wir dann an einem der berühmt, berüchtigten Essenständen mit ein paar anderen Teams gegessen. Morgen geht’s dann wieder auf die Piste, über den Atlas gen Süden.

6. Tag – Auf nach Marrakesch

Da die letzte Nacht, auf Grund der verspäteten Einreise, etwas kürzer ausfiel, nahmen wir uns heute morgen ein wenig Zeit und starteten den Tag mit einem „marokkanischen Frühstück“.

Danach ging es mit den üblichen Tätigkeiten weiter, Zähne putzen, Auto packen, Flüssigkeiten kontrollieren, Auto checken… Dabei stellte Alex fest, dass seine Koppelstange am hinteren Querlenker komische Geräusche macht… Aber so lange sie Geräusche macht ist sie noch da! Also erstmal beobachten und weiter fahren.

Gesagt getan und los ging es. Erster Zielpunkt: Rabat. Einmal quer durch die Stadt Richtung Küste. Der Verkehr ist wie immer chaotisch. Da werden aus eigentlich nur zwei vorhandenen Spuren auf einmal fünf, Verkehrszeichen halten eh nur auf und wer am lautesten hupt, kann fahren… Aber wir haben es schadfrei geschafft und konnten diesen Blick genießen.

Nach dem Zwischenstopp in Rabat ging es wieder zurück auf die Autobahn Richtung Marrakesch. Kurz hinter Casablanca entdeckten wir dann zufällig einen McDonalds an einer Autobahnraststätte. Da gab es dann etwas für den kleinen Hunger und einen Kaffee. Danach rollten wir auf endlosen Geraden Richtung Süden.

Jetzt sind wir in Marrakesch, genießen unser Abendbrot und freuen uns auf den ersten Ruhetag.

5. Tag – Hallo Afrika!

Heute steht nur die Fährüberfahrt nach Tanger und die Einreise nach Marokko an. Eigentlich… Also heut morgen entspannt aufgestanden und ausgiebig mit einem schönen Rührerei gefrühstückt. Danach Autos nochmal checken und zum Hafen fahren. 12 Uhr war Treffen angesagt. Nachdem alle eingetrudelt waren, wurden erstmal die Tickets für die Fähre gekauft. Danach ein erstes Briefing der Orgs und dann warten. Gegen 16 Uhr sollte die Fähre eigentlich starten… 16:45 Uhr waren dann alle auf dem Schiff und es ging so langsam los. Gegen 19 Uhr rollten wir dann vom Schiff wieder runter. Jetzt sind die Einreiseformalitäten dran. Ran die Grenzstation, kurzes Warten und dann auf einmal, alle Mann umdrehen, einmal quer durch den Hafen zum Scanner… 21:45 Uhr wieder an der Grenzstation zurück. Wieder warten… Platz machen, alle an die Seite ran, angeblich kommt der Präsident… Der war es aber dann auch nicht, sondern das Problem war ein anderes. Aber egal, gegen 23:45 Uhr konnten wir endlich die Grenze passieren. Danach noch schnell eine Versicherung gekauft und paar Euros getauscht, damit wir ein paar Tage über die Runden kommen. Anschließend machten wir uns zum 70 km entfernten Campingplatz in Briech auf. Da angekommen hieß es nach ein, zwei Bier… Gute Nacht!

4. Tag – Einmal durch Spanien

Nachdem wir wunderbar an der Autobahn auf einem Rastplatz kurz hinter Valencia genächtigt haben, ging es heute nach San Roque, in der Nähe von Algeciras, unserem Fährhafen. Der Weg führte uns unter anderem über Murcia, Granada und Malaga. Eigentlich gibt es nichts weiter zu berichten. Die Autos rollen und rollen und rollen! Gut so, weiter so! Die Landschaft jedoch veränderte sich zu sehens. Von sehr grün zu sehr karg in der Hochebene der Sierra Nevada. Immerhin befanden wir uns da auf ca. 1300 m Höhe.

Danach haben wir noch kurz in Malaga einkauft und genehmigen uns heute Abend ein weiteres Festmahl, Spaghetti Bolognese…

Morgen geht’s dann nach Algeciras zum Fährhafen und auf nach Afrika nach Marokko.